Was tun?

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Allgemeine Hinweise

Eine Änderung der Lebensgewohnheiten ist daher die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Bluthochdrucktherapie. Allein hierdurch kann eine medikamentöse Therapie, die natürlich immer das Risiko von Nebenwirkungen birgt, oft vermieden oder zumindest minimiert werden.

  • Abbau von Übergewicht (BMI<25 kg/m²) (Blutdrucksenkung pro kg Gewichtsverlust ca. 2 mmHg)
  • gesunde Ernährung; natriumarm; Fertiggerichte, gepökelte Fleischwaren und Räucherwaren meiden
  • ausreichend Bewegung
  • Rauchen einschränken oder besser noch ganz einstellen
  • Kaffee in Maßen (max. 4 Tassen täglich!)
  • Alkohol in Maßen
  • Stress abbauen
  • Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
  • Quelle: Rationalisierungsschema 2004 des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner
  • Reichen diese Maßnahmen nicht aus, den Blutdruck dauerhaft zu senken, ist gegebenenfalls zusätzlich eine medikamentöse Therapie erforderlich. Laut Dr. Frank Sonntag, Vorsitzender des Bundesverbandes niedergelassener Kardiologen, beruht der heilsame Effekt von Fitness auf einer Vielzahl von biologischen Mechanismen:

    Der Fettstoffwechsel kommt in Schwung
    Regelmäßiger Sport senkt das „schlechte“ LDL-Cholesterin und hebt das „gute“ HDL-Cholesterin. Damit wird einem Fortschreiten der Arteriosklerose entgegengewirkt.

    Blutzuckerspiegel und Blutdruck sinken
    Denn die Muskelbewegung verbrennt Glukose, die Gefäße werden elastischer.

    Das Herz kann effizienter arbeiten
    Das Schlagvolumen des Herzmuskels vergrößert sich, die erhöhte Sauerstoffzufuhr verbessert die Fließeigenschaft des Blutes, der Puls wird langsamer. Damit kann das Herz seine Aufgabe leichter bewältigen.

    Die Thrombosegefahr sinkt
    Durch die veränderte Fließ- und Gerinnungseigenschaft des Blutes bilden sich nicht mehr so schnell Blutgerinnsel, die einen Herzinfarkt auslösen können.

    Die Fettverbrennung wird beschleunigt
    Das hat auch den angenehmen Effekt, dass überflüssige Pfunde sehr viel schneller schwinden.

    Das Immunsystem wird gestärkt
    Regelmäßige Bewegung bewirkt die vermehrte Bildung weißer Blutkörperchen, die für die Körperabwehr zuständig sind.

    In einer groß angelegten Umfrage unter 17 Sportmedizinern, wollte FOCUS Online wissen: Welche Sportarten sind für Herzpatienten besonders geeignet? Welche sollten Patienten meiden?

    Viele der genannten Empfehlungen haben neben dem positiven Effekt fürs Herz auch andere angenehme Nebenwirkungen: Sie verändern den Fettstoffwechsel positiv und verbessern die Ausdauer.

    Empfehlenswerte Sportarten für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sind:

     

     

     

     

    Wandern bzw. Walking

     

    moderates Joggen oder Radfahren

     

    Skilanglauf, Schwimmen und Golf

    Individuelle Beratung durch Ihren Arzt ist erforderlich bei:

     

     

     

     

    alpinem Skilauf

     

     

    Reiten

     

    Kegeln

     

    Tanzen

    Da sie den Kreislauf zu sehr belasten, sollten Herzpatienten auf folgende Sportarten eher verzichten:

     

     

     

     

    Fußball

     

     

    Squash

     

    Tauchen

     

    Hockey

     

    Eishockey

    9 Tipps zur gesunden Ernährung

    Angepasste Energiezufuhr!

    • Normalgewicht anstreben und halten (Normalgewicht = Körpergröße in cm - 100 +/- 10 %)
    • "Leere Kalorien" meiden, da dadurch Übergewicht begünstigt wird ( z.B. zuckerhaltige Speisen/Getränke und Alkohol)
    • Ausreichend Bewegung
  • Kochsalzreiche Lebensmittel meiden!
    • Gepökelte, gesalzene und geräucherte Fleisch- und Fischwaren (Rauchfleisch, gekochter und roher Schinken, Pökelhering)
    • Dauerwurst- und -fischwaren
    • Fertigprodukte (z.B. Suppen, Saucen) und Konserven
    • Salzgebäck z.B. Salzstangen, Salzbrezeln, Käsegebäck
  • Kochsalzzufuhr reduzieren!
    • Bei der Zubereitung auf die Verwendung von Kochsalz, Gewürzsalzen und Gewürzmischungen mit Kochsalz verzichten (Zutatenliste beachten)!
    • Geschmacksverstärker (Natriumglutamat) vermeiden!
    • Nicht zusätzlich salzen!
    • Reichlich frische Kräuter und Gewürze bei der Zubereitung verwenden!
    • Speisen und Gerichte auswählen, die auch ohne Salz gut schmecken (z.B. vegetarische Gerichte, Süßspeisenoder Salate)
    • Vorsicht bei Außerhausverpflegung (Kantine, Restaurant, Schnellimbiss, etc.). Hier wird oft überreichlich gesalzen! Informieren Sie das Küchenpersonal darüber, dass Sie salzarm essen möchten (z.B. Pommes frites ohne Salz, etc.).
  • Natriumgehalt der Mineralwässer beachten!
    • max. 20 mg Natrium pro Liter
  • Schmackhafte Zubereitung
  • Zubereitungsarten wählen, bei denen Röststoffe erzeugt werden

    • beschichtete Pfannen
    • Römertopf
    • Backofen
    • Grill
  • Gesamtfettzufuhr reduzieren!
    • · fettarme Nahrungsmittel auswählen
    • · fettsparende Zubereitungsarten wählen (beschichtete Pfannen, Bratschlauch, Bratfolie, Römertopf, Grill, Mikrowelle, Alufolie)
    • · bei der Zubereitung von Saucen und Suppen das erstarrte Fett abschöpfen
  • Auswahl der Fette
    • · Ersatz von gesättigten Fetten durch solche mit einem hohen Anteil an mehrfach oder einfach ungesättigten Fettsäuren.
    • · tierische Fette wie z.B. Butter, Speck, Schmalz, Talg meiden.
    • · pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil an einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren als Streich-, Brat- und Backfett bevorzugen (z.B. Margarine, Distelöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl)
  • Ballaststoffreiche Ernährung!
    • bevorzugen Sie Vollkornprodukte wie z.B. Vollkornbrot, Vollkornteigwaren, Naturreis
    • Gemüse, Rohkost
    • Obst
  • Kaliumreiche Ernährung!
    • regelmäßiger Verzehr von Reis, Kartoffeln und Obst
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